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Sonntag, 17. September 2017

DSEI 2017 - im britischen Beritt

London (ww) Die DSEI 2017 liegt nun wenige Tage hinter uns. Der S&T-Blog war natürlich auf Spähtrupp. In aller Kürze ein paar Hingucker.
Das Challenger Live Extension Project sowie das "Mechanised Infantry Vehicle" sind zwei Großvorhaben der British Army. Nicht zufällig fanden sich deshalb am Rheinmetall-Stand der Kampfpanzer-Technologiedemonstrator MBT ADT und ein Boxer in britischen Farben.
MBT ADT und Boxer im Union Jack (Foto: JPW)

Auch beim industriellen Partner KMW am KNDS-Stand war neben dem französischen VBCI der Boxer zu sehen - mit abgesetztem "PuBo"-Modul (Puma-Turm auf Boxer).
PuBo-Boxer am KNDS-Stand (Foto: JPW)
Lockheed Martin adressierte seine Bereitschaft, den Schützenpanzer Warrior zu modernisieren.
Der Konzern präsentierte seinen Lösungsvorschlag für das Warrior Capability Sustainment Programme. Hierzu gehört unter anderem das Einrüsten der CT40-Maschinenkanone.
Lookheed-Martin-Vorschlag für das Warrior MCV-80 IFV (Foto: JPW)
Passive und aktive Schutzsysteme gerieten in den letzten Monaten insbesondere angesichts der Kampfpanzerverluste im Jemen und in der Türke in den Fokus. Rafael behandelte dieses Thema intensiv.
Kampffahrzeug-Demonstrator mit Abstandsaktivem Schutzsystem Trophy am Stand von Rafael (Foto: JPW)
Die Lage an der Themse gibt der DSEI die Möglichkeit, auch seegehende Einheiten zu präsentieren. Anfang September meldete MBDA, daß die HMS ARGYLL das erste Schießen mit demn neuen Luftverteidigungssystem Sea Ceptor absolviert hat. Um so beeindruckender war es, die stolze Fregatte an der DSEI-Pier zu sehen.
HMS ARGYLL (das Schiff achtern der Oasis natürlich!) (Foto: JPW)
Soviel zu Überwasser. Auffallend viel kam aber auch das Thema Unterwasser vor. Der leider nur als Modell gezeigte Sub Aviator erregte von allen meiner DSEI-Twittermeldungen (folgen Sie mir auf @JPW_FIDES) die größte Aufmerksamkeit.
Modell des Sub Aviators (Foto: JPW)
Rotinor stellte auf der DSEI offiziell seinen neuen Unterwasser-Scooter Divejet RD2 vor.Wie der Black Shadow aus gleichem Hause setzt er auf die E-Jet-Antriebstechnologie.
Rotinor Divejet (vorne) und Black Shadow (Foto: JPW)

Nicht neu, aber erstmals zu sehen war der Subskimmer von MST. Bei dem "Surface Planing Wet Submersible" handelt es sich um eine Kreuzung aus Schlauchboot und Unterwasserfahrzeug.
MST Subskimmer (Foto: JPW)
MST lieferte zugleich an einem anderen Stand das Schlauchbootlandungsboot für den Bowler. Dieses rund 100 km/h schnelle Rapid Intervention Vehicle hat seine Wurzeln im Rallye-Sport.
Das Bowler-RIV (Foto: JPW)
Der Bowler spielt damit in der gleichen Liga wie das Light Reconnaissance Vehicle von Supacat. Dieses war auf der DSEI mit der lasergelenkten 70mm-Rakete Fletcher zu sehen.
Supacat LRV mit...
...Starter für lasergelenkte 70mm-Rakete Fletcher. (Foto: JPW)
Eine andere Variante leichter und wirksamer Bewaffnung ist die HERO-30, eine loiterfähige Munition. Diese stellte Thales aus.
Thales HERO-30 als Ergänzung weiterer moderner Soldatenausstattung. (Foto: JPW)
Zu dem entsprechenden Display gehörte etliche weitere Ausstattung für den Zukunftskrieger, darunter die Nachtsichtbrillen MINIE D/IR und BONIE oder das Kommunikationssystem Squadnet. Ein weiterer Hingucker war das modulare Bullpup-Sturmgewehrsystem F90 MBR.
Thales/Lithgow Arms F90 MBR (Foto: JPW)
 Mehr zum F90 MBR demnächst hier und in den einschlägigen Publikationen. Zu den Soldatensystemen aber auch hier einiges, denn in Großbritannien laufen entsprechende Programme. So stellte SEA einen modularen Ansatz für ein "Architecture Toolset" vor.
Architecture Toolset von SEA (Foto: JPW)
Bei Rheinmetall waren gleich drei Soldatensysteme zu sehen: Argus, derzeit in Kanada als Integrated Soldier System (ISS) in Beschaffung...

Argus vor dem Multi Mission Unmanned Ground Vehicle (Foto: JPW)
...der IdZ-ES ist seit 2013 bei der Bundeswehr im Einsatzland. Erst kürzlich orderte die Bundeswehr weitere 68 Zugausstattungen. Weltpremiere feierte Gladius 2.0. Dieses Soldatensystem zeichnet sich durch eine offene Architektur aus, in die sich per "Plug and Play" weitere Komponenten einbinden lassen. Grundsätzlich gibt es drei Ausbaustufen: Light (nur Funk und Blue-Force-Tracking), Basic (mit kleinem Tablet) und Advanced für Gruppen- oder Zugführer mit größerem Tablet-Führungsrechner und ggf. zweitem Funkgerät zur Anbindung an höhere Ebenen.
Der IdZ-ES (in Drei-Farb-Tarndruck) umringt von Gladius 2.0 Light, Advanced und Basic (Foto: JPW) 
Ein weiterer innovativer Ansatz ist die Sensing Armour-Technologie. Sie wird in Hartballistik-Einschübe eingebracht und erlaubt über ein Auslesegerät deren schnelle Prüfung auf Beschädigungen.

Das angeschlossene Sensing-Armour-Messgerät zeigt einen gelben Punkt an - und weist damit auf eine Beschädigung der Hartballistik-Platte hin. (Foto: JPW)
Apropos ballistischer Schutz: Schuberth zeigte den Prototypen eines Schienensystems, mit dem sich gängige Gefechtshelme des deutschen Traditionsherstellers aufwerten lassen.
Das neue Schuberth-Schienensystem nutzt als Befestigungspunkte die vorhandenen Schrauben. (Foto: JPW)
Und wieder zurück zur Wirkung. Bei Heckler&Koch war das Upgrade L85A3 des britischen Standard-Sturmgewehrs zu sehen.

Und natürlich zeigte auch Accuracy International etwas neues. Das AXM50 im Kaliber .50 BMG war als Prototyp am Stand der Präzisionsschützenschmiede.

Die Auslieferung erfolgt ab 2019.
Mehr zu diesen und weiteren Neuigkeiten von der DSEI demnächst hier und in den einschlägigen Publikationen.








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