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Freitag, 12. Januar 2018

Polizei Bayern führt SFP9 TR als neue Dienstpistole ein (mit Nachtrag)

München (ww) Bayern führt als neue Dienstpistole seiner Polizei die Heckler&Koch SFP 9 TR ein. Das teilte der bayerische Staatsminister des Innern, Joachim Hermann, heute (12.01.2018) im Rahmen einer Pressekonferenz mit.
Die HK SFP9 TR wird ab Herbst 2018 an die bayerischen Kolleginnen und Kollegen als neue Dienstpistole ausgegeben.
(Foto: STMI Bayern)

Rund 40.000 Waffen und Zubehör will der Freistaat bis Ende 2019 beschaffen, um seine derzeit 34.000 waffentragenden Schutzleute auszurüsten. In dem Kontingent befinden sich zusätzliche Waffen für die künftig als Verstärkung eingestellten weiteren Polizeivollzugsbeamten (insgesamt 2.000 neue Stellen), Reservewaffen, Trainingswaffen und Schnittmodelle für die Ausbildung sowie weiteres Zubehör. Zudem sollen die polizeieigenen Waffenwerkstätten nachgerüstet werden. [Nachtrag 15.01.2018] Alle Einsatzkräfte erhalten standardmäßig ein Reservemagazin. Ein Trageversuch soll noch die Entscheidung bringen, ob die SFP9 TR mit Magazinhaltewippe oder mit Magazinhalteknopf (so wie in Berlin) beschafft wird. Ebenso wird noch geprüft, ob auch subkompakte Pistolen (z. B. für verdeckt operierende Kräfte) beschafft werden. [Nachtrag Ende]Insgesamt rechnet Hermann mit Kosten in Höhe von bis zu 30 Millionen Euro.

Mittwoch, 10. Januar 2018

Brown Berets - neue Kopfbedeckung für die USAF Combat Aviation Advisors

Duke Field, Florida/USA (ww) Die Combat Aviation Advisors des 919th Special Operations Wing tragen seit dem 6. Januar offiziell das braune Barett als Erkennungszeichen. Im Rahmen einer Feierstunde übergab der Kommodore des Air Force Special Operations Command, Lieutenant General Brad Webb, die neue Kopfbedeckung an die „Air Commandos“.
Air Commandos des 919th Special Operations Wing mit der neuen Kopfbedeckung. (Foto: U.S. Air Force)
Zugleich hob er den besonderen Wert des neuen “Combat Aviation Advisor- Baretts“ als Ehre und Privileg und als kulturelles Symbol hervor: „Ich kann Ihnen sagen, welche Erwartungen ich mit dem Anblick eines braunen Barettes verknüpfe. Ich erwarte, einen kulturellen Experten zu sehen – einen, der ein völliges Verständnis von Gebräuchen, Kultur und Lebensweise einer Gastnation hat. Ich erwarte, einen Experten für streitkräftegemeinsame Kampfoperationen zu sehen – einen Experten für unsere Art der Kriegführung und die Weise der Kriegführung unserer Partnernation. Ich erwarte von unseren Angehörigen die Reife, beides miteinander in Einklang zu bringen.“ Combat Avivation Advisors haben den Auftrag, weltweit  streitkräftegemeinsame Spezialkräfte-Aktivitäten durch, mit und von befreundeten Luftstreitkräften durchzuführen. Die Barettfarbe soll fruchtbaren Boden symbolisieren und den Träger der Kopfbedeckung daran erinnern, dort Potential zu erkennen, wo andere nur Kargheit sehen.
Das Barett hat insbesondere bei den Kameraden der US-Streitkräfte eine besondere Tradition als Kopfbedeckung für Spezialkräfte. Die berühmten „Green Berets“ erhielten ihr grünes Barett einst von US-Präsident John F. Kennedy. Bevor die U.S. Army das schwarze Barett 2001 querschnittlich für alle Truppengattungen einführte, war dieses nur den Rangers vorbehalten. Diese wechselten mit der viel kritisierten Barettinflation zu sandfarben. Das bordeauxfarbene Barett dient als Kopfbedeckung für Luftlandeeinheiten der U.S. Army sowie für die Kampfretter der U.S. Air Force. In der Air Force tragen zudem Sicherungssoldaten (marineblau), Combat&Control-Personal (korallenrot), SERE-Spezialisten (grau), Luftlande-Meteorologen (grau) sowie Tactical Airlift Liaison Personal und Tactical Air Command and Control-Specialists (schwarz) Barette.


Der S&T-Blog gratuliert den Air Commandos zu ihrem neuen Barett und wünscht allezeit viel Soldatenglück und "Many Happy Landings"!


http://www.919sow.afrc.af.mil/



Mittwoch, 3. Januar 2018

Ulrich K. Wegener (1929 - 2017) - ich hatt' einen Kameraden

Sankt Augustin (ww) Der „Held von Mogadischu“ ist tot. Wie heute bekannt wurde, verstarb Ulrich K. Wegener Ende Dezember 2017 im Alter von 88 Jahren.
Ulrich K. Wegener (Foto: Jan-P. Weisswange)
Mit dem „General“ verlässt uns eine lebende Legende. 1929 im brandenburgischen Jüterbog als Sohn eines Offiziers geboren, waren Kindheit und Jugend von preußischen Idealen geprägt. Bescheidenheit, Ritterlichkeit, Pflichtbewußtsein  und für seine Überzeugungen einzustehen - diese Tugenden zeichneten Wegener Zeit seines Lebens aus.

Dienstag, 2. Januar 2018

40 Jahre Cobra - Österreichs polizeiliche Spezialeinheit mit Biss

Wiener Neustadt (ww) Das Einsatzkommando Cobra feiert sein 40jähriges Bestehen! Am 1. Januar 1978 stellte das österreichische Bundesministerium für Inneres (BM.I) das Gendarmeriereinsatzkommando (GEK) Cobra offiziell auf. Das heutige Einsatzkommando Cobra/Direktion Spezialeinheiten (EKO Cobra/DSE)  gehört ohne Zweifel zu den schlagkräftigsten polizeilichen Spezialverbänden weltweit.
Das heutige Logo des EKO Cobra (Quelle: BM.I)


Die Wurzeln des Verbandes reichen sogar noch weiter zurück - und zwar auf das am 1. Mai 1973 gebildete Gendarmeriekommando Bad Vöslau. Aus dieser Zeit stammt auch der heutige Name "Cobra". 
Einsatzkräfte des EKO Cobra in aktueller Adjustierung während einer Übung. (Foto: BM.I)
So hatte die Wiener „Kronen-Zeitung“ am 6. Juni 1973 über jenen Verband unter der Schlagzeile „Mit Aktion Kobra gegen den Terror“ berichtet. "Aktion Kobra" leitete sich wiederum von der in den 1970ern populären Fernsehserie „Kobra, übernehmen Sie“ (Originaltitel: „Mission impossible“) ab.  

Sonntag, 24. Dezember 2017

Frohes und gesegnetes Weihnachtsfest

Myra/Polarkreis (ww) Wieder einmal neigt sich ein ereignisreiches Jahr dem Ende entgegen und der S&T-Blog hat bereits die "Low Ops"-Phase eingeleitet.

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern und deren Lieben ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest, einen "guten Rutsch" ins und alles erdenklich Gute, (Soldaten-)Glück, Gesundheit und Gottes reichen Segen im neuen Jahr 2018. Ein besonderer Gruß gilt selbstverständlich wieder unseren Kolleginnen, Kollegen und Kameraden, die über Weihnachten im In- und Ausland im Einsatz stehen und nicht zu Hause sein können. Ihnen wünschen wir einen ereignisarmen aber nicht langweiligen Dienst und stets eine gesunde Rückkehr in die Heimat. Auf bald im neuen Jahr!

Freitag, 15. Dezember 2017

Sächsische Polizei führt Sonderwagen RMMV Survivor R offiziell ein

Leipzig (ww) Die Polizei Sachsen hat heute den ersten von zwei Sonderwagen Survivor R übernommen. Das zweite System folgt noch vor Weihnachten. Die geschützten Spezialfahrzeuge gehören zu dem umfangreichen Antiterrorpaket des Landes und werden zukünftig den Spezialeinheiten der sächsischen Polizei zur Verfügung stehen.
Der Survivor R wird den Spezialkräften der Polizei Sachsen zur Verfügung stehen. (Foto: Pascal Ziehm, SMI Sachsen)



Innenminister Markus Ulbig: „Ich möchte das Mögliche tun, um die Einsatzkräfte und die Bevölkerung im Terrorfall optimal zu schützen.“  Diesem Zweck dient der von Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) in Kooperation mit dem österreichischen Spezialfahrzeugbauer Achleitner als geschützter Sonderwagen für Polizeikräfte entwickelte Survivor R. Solche Fahrzeuge werden insbesondere bei polizeilichen Lagen mit hohem Gefährdungspotenzial benötigt, um Spezialkräfte unter Schutz an ihren Einsatzort zu bringen oder Personen aus dem Gefahrenbereich zu evakuieren.
Die beiden Survivor R der sächsischen Landespolizei verfügen unter anderem über eine Sondersignalanlage, einen integrierten fernbedienbaren Beobachtungsturm mit Optronik und Wirkmitteln, Hochleistungslautsprecher sowie eine hydraulisch absenkbare Heckrampe zum schnellen Ein- und Ausstieg. Der Survivor R baut auf einem bewährten MAN TGM-Fahrgestell auf. Der 340 PS starke Motor mit einem Drehmoment von 1.250 Nm und der permanente Allradantrieb sorgen für eine hervorragende Beweglichkeit des bis zu 17 Tonnen schweren Fahrzeugs. Dabei ist der Survivor R schadstoffarm nach aktueller Euro 6-Abgasnorm. Service und wartung sind bei jedem MAN- oder Rheinmetallpartner möglich.
Die absenkbare Heckrampe ermöglicht schnellen Aus- und Einstieg (Foto: Pascal Ziehm, SMI Sachsen)
Die gepanzerte Monocoque-Kabine bietet der Besatzung vielseitigen Schutz vor relevanten Bedrohungen. Der Innenraum ist hell und ergonomisch gestaltet und bietet ausreichend Platz für die Besatzung einschließlich persönlicher Ausrüstung sowie eine umfangreiche Funk- und Führungsausstattung.
Der Freistaat hatte RMMV erst im Februar dieses Jahres mit der Lieferung der beiden Sonderwagen Survivor R beauftragt. Neben Sachsen hat bisher noch die Landespolizei Berlin den Survivor R bestellt.
Ein Video von der Übergabe findet sich hier:


Sachsen hat unterdessen noch weitere Schritte im Kampf gegen den Terrorismus eingeleitet. So passte die Polizei des Freistaates Ausbildung und Strukturen an. Sowohl Beamte als auch Anwärter werden für die neuartigen „komplexen lebensbedrohlichen Einsatzlagen“ ausgebildet. Alle fünf sächsischen Polizeidirektionen sind dazu befähigt worden, selbstständig Anti-Terror-Einsätze zu führen. Seit Oktober fungiert das dem Landeskriminalamt zugehörige „Polizeiliche Terrorismus und Extremismus-Abwehrzentrum (PTAZ)“ als sachsenweit zentrale Ermittlungseinheit für politisch motivierte Kriminalität. Bis 2022 sollen 1.000 weitere Polizeibeamte eingestellt werden.



P.S.: Ganz herzlichen  Dank an das Staatsministerium des Innern des Freistaats Sachsen für die Übersendung weiterer Bilder!




www.sachsen.de
www.rheinmetall.com

Mittwoch, 13. Dezember 2017

25 weitere Schützenpanzer Marder 1A3 für Jordanien

Berlin/ Düsseldorf/Amman (ww) Im Auftrag der Bundesregierung modernisiert Rheinmetall weitere 25 Schützenpanzer Marder aus den Beständen der Bundeswehr für die jordanischen Streitkräfte. Wie das Unternehmen heute (13.12. 2017) mitteilt, wird es im Rahmen der Beauftragung 25 generalüberholte und mit Wüstentarnanstrich versehene Schützenpanzer Marder des Konstruktionsstandes 1A3 aus den Beständen der Bundeswehr liefern.
Marder 1A3 in jordanischen Diensten (Foto: Rheinmetall)
Darüber hinaus gehören ein Ersatzteilpaket, Munition, Dokumentation, Sonderwerkzeuge, Kundendienst vor Ort sowie die Ausbildung für Bediener und Instandsetzungspersonal zum Lieferumfang.
Die Auslieferung beginnt im ersten Quartal 2018. Sie erfolgt im Rahmen der deutschen Ertüchtigungshilfe, die auf die Verbesserung der Fähigkeiten der jordanischen Streitkräfte für den Kampf gegen den internationalen Terrorismus sowie für Grenzsicherungs- und Stabilisierungseinsätze abzielt. Der Wert des Auftrags, der im Oktober 2017 verbucht wurde, beläuft sich auf über 17 Millionen Euro netto.
Mit Jordanien nutzt nun nach Deutschland, Chile und Indonesien ein weiterer Staat den einsatzbewährten Schützenpanzer Marder. Bereits 2016/2017 hatte Rheinmetall im Auftrag der Bundesregierung ein erstes Los von 25 Fahrzeugen dieses Typs an das Königreich geliefert. Der Schützenpanzer Marder 1A3 wiegt rund 35 Tonnen, erreicht mit seinem 600-PS-Triebwerk rund 65 km/h und bietet neun Soldaten Platz. Als Hauptbewaffnung dient die 20mm-Maschinenkanone RH-202.
www.rheinmetall-defence.de